Artikel 16 - noch 82 Tage bis zur Uri 18

Markus Zwyssig, Urner Zeitung

Mit 3D-Brille und Flugaufnahmen Uri neu kennenlernen

So präsentiert sich der Kanton an der Messe


Selbstbewusst, sympathisch, frech und verblüffend – so will sich der Kanton bei der «Uri 18» präsentieren. VISUALISIERUNG: ZVG

Selbstbewusst, sympathisch, frech und verblüffend – so will sich der Kanton bei der «Uri 18» präsentieren. VISUALISIERUNG: ZVG

Auf 100 Quadratmetern will sich der Kanton an der «Uri 18» selbstbewusst, sympathisch, aber auch frech und verblüffend geben. Nebst Regierungsräten helfen auch Lernende und Kollegischüler mit.

Modern und in Aufbruchstimmung – so präsentiert sich der Kanton an der «Uri 18». Auf einer Fläche von 100 Quadratmetern wird den Besuchern vier Tage lang einiges geboten. Am Stand kann man sich zum Beispiel mit einer 3D-Brille virtuell in der Werkmatt der Zukunft bewegen. Der Betrachter erlebt hautnah, wie es im Gebiet Werkmatt in Altdorf dereinst aussehen könnte.

An anderer Stelle kann man sich auf ein brunnenartiges Möbel stützen und in die Tiefe blicken. Für den Betrachter ist es, wie wenn er selber in einer Drohne wäre: Er scheint über den Kanton zu fliegen und erlebt Uri für einmal aus der Vogelperspektive. Ein wenig zurücklehnen kann man sich nebenan. Der Besucher setzt sich hin und nimmt einen Kopfhörer. In Audiobotschaften erzählen Urnerinnen und Urner von ihrer Arbeit und aus ihrem Leben. Sie sagen aus ihrer ganz persönlichen Sicht, was Uri für sie be-deutet, was Uri lebenswert macht, was ihnen in Uri besonders gefällt.

Politiker und «Kanteentler»  stellen sich den Fragen
An der Theke werden die Regierungsräte sowie Personen aus der Verwaltung dem Publikum für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen. Hier bietet sich Gelegenheit, mit ganz unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu treten, Fragen zu stellen und auf einen Blick die Vielfalt der Themen zu sehen, mit denen sich die Mitarbeiter der Kantonsverwaltung tag-täglich auseinandersetzen. «Dieser Teil des Kantonsauftritts steht für die kurzen, direkten und unmittelbaren Wege zwischen Bevölkerung und der Politik beziehungsweise der Verwaltung», sagt Milo Kälin, Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion. Bei dieser liegt die Projektleitung des Urner Auftritts.

Kanton steuert insgesamt 650 000 Franken bei
Die Wirtschafts- und Erlebnismesse, die vom 7. bis 9. September auf dem Gelände Eyschachen stattfindet, wird vom Kanton gebührend unterstützt. So beteiligt er sich mit einer halben Million Franken an der «Uri 18»; dieser Betrag dient dazu, die Standmieten für die Gewerbetreibenden auf einem relativ günstigen Niveau zu halten. Ebenso ermöglicht es der Kantonsbei-trag, die Eintrittspreise für das Publikum tragbar zu gestalten. Der Kanton ist aber auch als Aussteller dabei und betreibt für 150 000 Franken einen Stand. Der grosse finanzielle Aufwand soll einen langfristigen Nutzen haben. «Einzelne Elemente des Kantonsauftritts sollen wiederverwendet werden», sagt Milo Kälin. Der Kanton Uri wird 2019 Gast an der Zuger Messe sein. Dabei könnte man beispielsweise die Luftaufnahmen wiederverwenden. Zudem könnte man mit der 3D-Brille inskünftig potenziellen Kunden den Standort Eyschachen in Altdorf schmackhaft machen. Konzipiert und umgesetzt wird die Ausstellung des Kantons von der Werbeagentur Tinto sowie dem Atelier Degen + Meili. «Der Kanton will einen attraktiven Auftritt», erklärt Milo Kälin. «Wir geben uns selbstbewusst, sympathisch, aber auch verblüffend.» Rund um den Urner Stand gibt es Seile und Knoten. Diese schaffen einen Bezug zum Regierungsprogramm des Kantons: Knoten lösen und Netzwerke knüpfen. Das Regierungsprogramm ist mit «Mehr Uri» betitelt. Die Besucher des Standes erhalten Gelegenheit, auf Blättern festzuhalten, was man in Uri verbessern könnte. Diese werden an einen Baum gehängt. Zum Schluss soll daraus ein Bild entstehen, welches zeigt, was für die Besucher «mehr Uri» konkret bedeutet. Beim Auftritt des Kantons helfen viele Lernende der Kantonalen Verwaltung so-wie Kollegischüler mit. «Uri ist in Be-wegung und hat klare Stärken, die an der Ausstellung zum Ausdruck kommen sollen», sagt Milo Kälin. Es ist eindrücklich, wie der Kanton Uri sich in den letzten Jahren positiv entwickelt hat und wie es aufwärtsgeht.

Auch was die Anbindung und Vernetzung mit der übrigen Schweiz betrifft, ist Milo Kälin zufrieden. «Der Kanton ist hervorragend erschlossen.» Mit dem Kantonsbahnhof, dem Halbanschluss A2 und der West-Ost-Verbindung sind wichtige Erschliessungsprojekte aufgegleist, welche zusätzliche Qualitäten schaffen und die freien Flächen in der Werkmatt, wo ja die ‹Uri 18› stattfindet, zusätzlich attraktiv machen. In Uri lässt es sich gut leben, ist Milo Kälin überzeugt: «Uri ist attraktiv als Arbeits- und als Freizeitort.» Primäres Ziel des Messestands gemäss Milo Kälin ist es, den Kanton Uri im Umfeld der Leistungsschau des Urner Gewerbes attraktiv zu präsentieren. «Wir wollen die Vision ‹Mehr Uri› aus dem Regierungsprogramm 2016–2020 vermitteln und konkret zum Ausdruck bringen.» An der Wirtschafts- und Erlebnismesse machen über 200 Aussteller mit. An den vier Messetagen werden mehr als 20 000 Besucher erwartet.




Markus Zwyssig
Urner Zeitung