Artikel 19 - noch 33 Tage bis zur Uri 18

Bruno Arnold, Urner Zeitung

Der Urner «Jasspapst» sucht den Jasskönig

An der «Uri 18» wird auch der Urner Jasskönig erkoren. Für die Organisation sorgt Tino Valsecchi, ein Mann mit jahrzehntelanger Erfahrung.


Tino Valsecchi lädt am Freitagnachmittag, 7. September, anlässlich der «Uri 18» zum Jassturnier ins Gasthaus zum fliegenden Stier. FOTO: BRUNO ARNOLD

Tino Valsecchi lädt am Freitagnachmittag, 7. September, anlässlich der «Uri 18» zum Jassturnier ins Gasthaus zum fliegenden Stier. FOTO: BRUNO ARNOLD

«Die ‹Uri 18› soll Jung und Alt überraschen, verführen, bezaubern, verblüffen und begeistern», sagt René Röthlisberger, Präsident von Wirtschaft Uri und Co-OK-Präsident der «Uri 18». Die Urner Wirtschafts- und Erlebnismesse soll aber auch Spiel und Spass bieten. Einer, der zu einem speziellen Vergnügen beitragen will, ist Tino Valsecchi. Der 79-jährige Flüeler organisiert am Freitag, 7. September, von 14.00 bis 15.30 Uhr im Gasthaus zum fliegenden Stier einen Jassplausch.

Bei Göpf Egg  im «Samschtigjass»
«Jassen ist meine grosse Leiden-schaft», sagt der pensionierte Archi-tekt, der in Italien geboren wurde, im Alter von acht Jahren in die Schweiz gekommen ist und seit 51 Jahren das Schweizer Bürgerrecht besitzt. «Das Jassen hat mir Mutter Hauger in den 1950er-Jahren beigebracht», erzählt er. «Und schon bald beherrschte der junge Italiener das schweizerischste aller Spiele besser als viele alteinge-sessene Urner – vom «Schieber» über den «Pandur» bis zum «Rumba». Im Jahr 2000 wurde er sogar Vize-Schweizermeister – im «Differenz-ler», seiner eigentlichen Paradediszi-plin. Sogar in den «Samschtigjass» mit dem legendären Schiedsrichter Göpf Egg schaffte es Tino Valsecchi mehrmals. Auch hat er inzwischen Hunderte von Turnieren und Jass-meisterschaften organisiert, und zwar sogar auf Kreuzfahrten.

Es hat Platz, solange es hat
An der «Uri 18» wird allerdings der «Schieber» gespielt. «Die Urner ma-chen diesen Jass immer noch am liebsten», glaubt Tino Valsecchi. Am 7. September soll deshalb der beste Urner Schieberjasser erkoren werden. Der Beste? «Zumindest von denjeni-gen, die Zeit haben», sagt der pensio-nierte Architekt. «Es können höchs-tens 60 Jasser mitmachen. Es gibt we-der eine Vorausscheidung noch eine Voranmeldung. Platz hat es also nur, solange es hat», betont der Organisator. Die Standblattausgabe erfolgt um 13.30 Uhr. Schon an der «Gwärb 06» hat Tino Valsecchi täglich ein Jassturnier organisiert. Der Urner «Jass-papst», wie er da und dort in Anlehnung an sein grosses Vorbild Göpf Egg genannt wird, stellt den Uri-18-Jass erneut in Eigenregie auf die Bei-ne, von der Reservation des Lokals über den Druck der Flyer bis hin zum Bereitstellen der Jassteppiche und des Schreibmaterials. «Es genügt, wenn mir am Turniertag jemand an der Kas-se respektive bei der Standblattausga-be hilft und wenn zwei weitere Helfer im Rechnungsbüro für eine schnelle Auswertung sorgen.»

Auch ohne Kartenglück bei den Gewinnern
Auch die Preise für 50 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer will der umtriebige Flüeler selber eintrei-ben. Einen Muni wie am «Inner-schweizerischen» 2019 in Flüelen wird es im Gasthaus zum fliegenden Stier am 7. September zwar nicht zu gewinnen geben. Stattdessen gibt es …? Tino Valsecchi lässt sich – wie es sich für einen Jasser gehört – nicht in die Karten blicken, zumindest bezüg-lich des Siegerpreises und der übrigen Hauptpreise. Er verspricht aber: «Wer mitmacht, der wird dies mit Sicher-heit nicht bereuen müssen.» Die Teil-nahme lohnt sich auch dann, wenn man kein Kartenglück haben oder falls der zugeloste Partner in einer der vier Passen à zwölf Spielen versagen sollte. Wer nämlich am 7. September ein Eintrittsticket für die «Uri 18» löst und am Nachmittag am Jassplausch teilnimmt, dem werden bei der Rang-verkündigung 5 Franken des Eintritts-preises rückerstattet.




Bruno Arnold
Urner Zeitung