6. September 2018

Täglich aktuell, Uri 18

Bundesrat Cassis besuchte die Uri 18

Fazit des Wirtschaftsnachmittags an der Uri 18: Wer überleben will, muss innovativ sein. Und mit den Worten von Bundesrat Ignazio Cassis: «Starkes Engagement und Optimismus, und wir werden weiter im Paradies bleiben.»


Riesige Freude in Uri. Bundesrat Ignazio Cassis unterwegs an der Urner Wirtschafts- und Erlebnismesse. Foto: Valentin Luthiger

Riesige Freude in Uri. Bundesrat Ignazio Cassis unterwegs an der Urner Wirtschafts- und Erlebnismesse. Foto: Valentin Luthiger

Die Urner Wirtschafts- und Erlebnismesse ist prominent und bereits mit sehr vielen Besucherinnen und Besucher gestartet. Berufsbildung, Wirtschaft und Politik hautnah. Das bot die Uri 18 am ersten Tag. Das Nachmittagsprogramm vom 6. September begann mit Gedanken und Gesprächen zur Berufsbildung und Berufsmatura. Jugendliche der Mittelschule Uri sowie des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri zeigten auf, wie sie an die Aufgaben der Abschluss- und Projektarbeit herangegangen sind, welche Herausforderungen sie meistern mussten, was sie lernen konnten und welche Schlüsse sie daraus zogen. Schülerinnen und Schüler berichteten über Erfahrungen beim Projekt Young Enterprise Switzerland (YES), wenn es um praxisorientierte Wirtschaftsbildungsprogramme mit dem Ziel geht, die Wirtschaft mit der Schule zu vernetzen.

Ideenscheck für Luzerner Firma
Im zweiten Teil des Nachmittagsprogramms ging es um innovative Unternehmungen in Uri. Eingeladen waren Vertreter der Firmen Urlette GmbH, Altdorf, mit den Cruiser-Bikes, Binary One GmbH, Altdorf, mit der digitalen Zukunft, und Basis 57, Erstfeld, mit ihrer Fischzucht im Bergwasser. Im Rahmen der Uri 18 übergab Regierungsrat Urban Camenzind den Zinno-Ideenscheck von «zentralschweiz innovativ» an die 2017 gegründete Firma Senxellion mit Sitz in Luzern. «Wir entwickeln Multifrequenz-Impedanzmessgeräte für verschiedene Anwendungen, um beispielsweise die Feuchtigkeit in Getreide oder den Wassergehalt des menschlichen Körpers zu messen», sagte CEO Diego Barrettino. Begleitet wurde die Entwicklung dieses fingernagelgrossen Mikrochips von Thomas Gisler aus Erstfeld. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung der Hochschule Luzern. Der Zinno-Ideenscheck im Wert von 15‘000 Franken werde für Ideen mit höchsten Realisierungschancen und grösstem Marktpotenzial vergeben, wie Claudio Marty, Innovationscoach, betonte. «Die Vielfalt und die hohe Qualität der eingereichten Ideen beweist, dass es in der Zentralschweiz viele innovative Firmen und Einzelpersonen gibt», erklärte Bruno Imhof, Geschäftsführer von ITZ InnovationsTransfer Zentralschweiz und Programmleiter von «zentralschweiz innovativ».

Prominentes Podium in Uri zu einem Allerweltsbegriff
Innovation, was heisst das? Wie steht es damit in Uri? Unter der Moderation von Beatrice Müller, der ehemaligen «Tagesschau»-Redaktorin von SRF 1, diskutierten auf dem Podium der grossen Bühne der Uri 18 Doris Russi Schurter, Top-Managerin und Präsidentin von Helvetia, Luzerner Kantonalbank und Mitglied des Verwaltungsrats von Swiss, Samih Sawiris, Unternehmer und Investor des Tourismusresorts Andermatt, Martin Herrenknecht, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG, Markus Bucher, CEO der Pilatus Flugzeugwerke AG, und Christoph Bugnon, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Urner Kantonalbank. Fazit der angeregten Podiumsdiskussion: Man muss offen sein. Wer nicht innovativ ist, hat keine Chance. 

Schweizer Aussenminister in Uri
Am späteren Nachmittag überbrachte Ignazio Cassis auf Einladung der FDP Uri der Uri 18 die Grüsse des Bundesrates. «Als Tessiner habe ich eine starke Bindung zum Kanton Uri. Diese Messe ist in einem Bergkanton wie Uri eine grosse Chance für die  Unternehmerinnen und Unternehmer. Innovationen finden überall statt, nur ist sie nicht immer sichtbar. Ich will die Gebirgs- und Grenzkantone im Bundesrat vertreten können. Ich stamme aus einem Grenzkanton und erlaube mir, diese Sensibilität etwas stärker einzubringen.» Und auf die Frage nach einer Botschaft an die Uri 18, antwortete Ignazio Cassis: «Wir leben wie im Himmel. Das ist nicht gottgegeben. Es braucht ein starkes Engagement und Optimismus, und wir werden weiter im Paradies bleiben.»


Zur Bildgalerie

Täglich aktuell
Uri 18